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Lollarer Lehrer brechen unter der enormen Arbeitslast zusammen (0)!!!

Nach der ersten Aufregung erst einmal die Fakten:

  1. 22. März 2006, Elternbeiratssitzung der Grundschule Lollar.
    a) Vertretungskonzept – Der Personalrat der Grundschule beklagt sich eine Stunde darüber, das die Kultusministerin den Kindern mindestens eine Betreuung in der Schule gewährleisten will, sollten Lehrer einmal ausfallen (Krankheit …).
    b) Schulfest – Der Termin wird bekannt gegeben, FREITAG, 23.06.2006, Aufbau 11.00 Uhr, Abbau ab 17.00 Uhr.
    Die Kinder werden Vorführungen machen, die Eltern werden für Essen und Bewirtung sorgen, der neu gestaltete Schulhof wird offiziell eingeweiht.
    Auf die Frage warum in diesem Jahr der Freitag gewählt wurde antwortete Herr Ontel, das sei so beschlossen worden.
    Auf die scherzhafte Nachfrage:”Hatten die Lehrer keine Lust am Samstag zu kommen?” antwortete Herr Ontel, dass er dazu nichts sagen möchte.
    WAS !?!?! – STOP !!! – keiner hat das im angeregten Ideenaustausch über Vertretungskonzept und Schulfestlogistik so richtig mitbekommen. DA BAHNT SICH EINE RIESEN SAUEREI AN!!!

    Da die konkrete Schulfestplanung erst mit einem Programm Sinn macht, vertagen wir uns und gehen nach kurzer Aufgabenverteilung auseinander.
  2. 26. April 2006, Elternbeiratssitzung der Grundschule Lollar.
    Nachdem ich mir ein paar Theorien aus der Antwort zur Frage “Hatten die Lehrer keine Lust am Samstag zu kommen?” konstruiert hatte – die ganze Wahrheit. Die Mehrheit der Lehrer (von insgesamt 20) hatte tatsächlich beschlossen, nicht auch nur einen Tag ihrer spärlichen Freizeit für die, wie kann man das abfällig oder geringschätzig formulieren, das Wort “KINDER”, oder “SCHüLER” (für Ideen und Anregungen an dieser Stelle bin ich dankbar), zu “opfern”.
    Die Lehrer forderten darüber hinaus sogar einen zusätzlichen Ferientag bzw. man stellte zur Auswahl: Entweder Ferientag zum Ausgleich oder es fällt halt wieder ein ganzer Schultag für die Kinder aus.
    Positiv für die Lehrer ausgedrückt heißt das, sie können ohne Freizeitverlust das Schulfest mitgestalten.
    Sollen doch die anderen, die ELTERN, sehen wie sie Urlaub, Frei, oder einen Tauschpartner finden, um an dem Freitag zum Schulfest zu kommen, damit sie den Lehrern den Hof gestalten, sie bewirten und nebenbei noch kurz den eigenen Kindern zuschauen können, wenn sie die im Rahmen des Unterrichtes (- NATüRLICH !!! -Wann denn sonst ??? -) einstudierten Darbietungen vorführen.Entschuldigung, an dieser Stelle möchte ich mich in aller Form entschuldigen, denn ich bin wieder wütend und formuliere dezent unsachlich.
  3. Aufgrund der insgesamt für über 500 Eltern nicht hinnehmbaren Arroganz und der egoistischen Vorschläge der Lehrer, hatte der Elternbeirat einstimmig eine Alternative und damit eigentlich die Lösung gefunden.
    Es wurde festgehalten, dass das Schulfest auf den 24.06.2006 (Samstag) verschoben wird.
    Die Lehrer sollten darüber zeitnah informiert und eingeladen werden und die Planung wie gehabt weiter laufen.
  4. Die Lehrer wurden informiert und taten dankenswerter Weise, trotz ihrer überdurchschnittlichen Begabung, Intelligenz und Ausbildung (wurde unter 1. ausgiebig dargestellt) so, als seien sie von den Argumenten der Eltern überrascht.
  5. Um nicht ganz als Verlierer dazustehen, lenkten die Lehrer taktisch ein und konnten zumindest für die Kinder und die aufrührerischen Eltern der vierten Klassen, als Strafe, den Termin in das neue Schuljahr verschieben.
    ERGEBNIS:

    Der Elternbeirat hat sich also über den Tisch ziehen lassen, die Lehrer haben einen Teilsieg errungen und
    75 SCHüLER (die Kinder der vierten Klassen), und deren 150 ELTERN bekommen als Strafe den Ausschluß von den Feierlichkeiten präsentiert. Kinder, die seit vier Jahren in der Schule lernen, ständig neue Tests mitmachen müssen, weil die Arbeit der Lehrer immer genauer überprüft werden muss und die sich wahnsinnig auf das letzte Fest in der Grundschule gefreut haben, um dort ihre einstudierten Werke zum Abschied präsentieren zu können.Eltern die Geld, Arbeitskraft, Freizeit, Vertrauen, Engagement und ihre Kinder in die Schule gebracht haben, um ihren Kindern und deren Lehrern so viel zu helfen wie sie nur konnten.

Für heute schließe ich an dieser Stelle, ich habe gerade festgestellt, wie ich beim Schreiben laut zu schreien angefangen habe.

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